Beratung

Menschen mit Suchterkrankungen

Veränderung verstehen und gestalten.

Problematischer Substanzkonsum oder andere suchtbezogene Verhaltensweisen entwickeln sich meist nicht von heute auf morgen. Häufig erfüllen sie zunächst eine bestimmte Funktion: Sie können entlasten, beruhigen, belohnen, unangenehme Gefühle dämpfen oder für einen Moment Abstand von Belastungen schaffen. Was kurzfristig hilfreich erscheint, kann jedoch zunehmend an Bedeutung gewinnen und langfristig erhebliche Auswirkungen auf die Gesundheit, Beziehungen, den Beruf und das eigene Wohlbefinden haben.

Der Wunsch nach Veränderung ist dabei nicht immer eindeutig. Vielleicht wissen Sie bereits sehr genau, dass Sie etwas verändern möchten. Möglicherweise erleben Sie aber auch Ambivalenz, zweifeln an Ihrem eigenen Konsum- oder Verhaltensmuster oder fragen sich zunächst, ob überhaupt eine Suchterkrankung vorliegt. Auch dafür darf Beratung Raum bieten.

Veränderung beginnt mit Verstehen.

In der Beratung geht es nicht um Bewertung oder Schuld. Gemeinsam betrachten wir, welche Bedingungen Ihr Konsum- oder Verhaltensmuster beeinflussen, welche Funktion es bislang erfüllt hat und welche Möglichkeiten Sie entwickeln können, künftig anders mit Belastungen, Bedürfnissen und schwierigen Situationen umzugehen.

Mögliche Themen können sein:

das eigene Konsum- oder Verhaltensmuster besser verstehen

auslösende und aufrechterhaltende Bedingungen erkennen

persönliche Risikosituationen und Frühwarnzeichen identifizieren

Motivation und persönliche Veränderungsziele entwickeln

Ambivalenzen verstehen und Entscheidungen vorbereiten

alternative Bewältigungsstrategien aufbauen

eigene Bedürfnisse und Belastungsgrenzen besser wahrnehmen

Selbstfürsorge und persönliche Ressourcen stärken

Rückfallprophylaxe und individuelle Notfallstrategien entwickeln

konstruktiv mit Rückfällen oder kritischen Situationen umgehen

Kommunikation und Beziehungen verbessern

Vertrauen innerhalb von Partnerschaft und Familie schrittweise wieder aufbauen

Verantwortung für das eigene Verhalten übernehmen, ohne sich auf Schuld und Selbstabwertung zu reduzieren

eine tragfähige Perspektive für das eigene weitere Leben entwickeln

Dabei steht nicht nur die Frage im Mittelpunkt, was Sie nicht mehr tun möchten, sondern ebenso, was an dessen Stelle entstehen soll. Veränderung bedeutet deshalb mehr als den Verzicht auf eine Substanz oder ein bestimmtes Verhalten. Sie kann auch bedeuten, neue Wege im Umgang mit sich selbst, mit Belastungen und mit anderen Menschen zu entwickeln.

Sie möchten den ersten Schritt gehen?

Schreiben Sie mir unverbindlich, worum es geht. Gemeinsam klären wir, welche Form der Beratung zu Ihrer Situation passt.

Beratung anfragen

— Veränderung gelingt dort am besten, wo Beziehungen mitgedacht werden.