Beratung
Angehörige
Wenn die Suchterkrankung eines anderen Menschen das eigene Leben verändert.
Eine Suchterkrankung betrifft selten nur den Menschen, der unmittelbar selbst erkrankt ist. Auch Partner:innen, Eltern, Kinder, Geschwister und andere nahestehende Bezugspersonen erleben die Auswirkungen häufig über einen langen Zeitraum mit und durchlaufen nicht selten einen jahrelangen eigenen Leidensweg. Sorgen, Konflikte, wiederkehrende Enttäuschungen und die Hoffnung auf Veränderung können zunehmend den Alltag bestimmen und ein fortwährendes Wechselbad der Gefühle auslösen.
Viele Angehörige versuchen alles in ihrer Macht Stehende, um zu helfen, übernehmen Verantwortung, vermitteln, kontrollieren oder versuchen, die Folgen des Konsums aufzufangen. Was zunächst aus Fürsorge, Verbundenheit oder dem Wunsch nach Stabilität entsteht, kann mit der Zeit viel Kraft kosten. Eigene Bedürfnisse werden zurückgestellt, persönliche Grenzen verschieben sich und der Blick richtet sich immer stärker auf die erkrankte Person.
Angehörige sind dabei nicht verantwortlich für die Entstehung oder Aufrechterhaltung einer Suchterkrankung. Gleichzeitig können sie lernen, den eigenen Umgang mit der Situation zu reflektieren und wieder mehr Einfluss auf das zu nehmen, was tatsächlich in ihrer Hand liegt.
In der Beratung darf es deshalb wieder um Sie gehen.
Gemeinsam können wir betrachten, was Sie aktuell belastet, welche Rolle Sie innerhalb der Beziehung oder Familie übernommen haben und was Sie benötigen, um wieder mehr Sicherheit und eigene Handlungsfähigkeit zu entwickeln.
Mögliche Themen können sein:
die eigene Belastung besser verstehen und einordnen
Wissen über Suchterkrankungen und deren Auswirkungen auf Angehörige erlangen
eigene Bedürfnisse wieder wahrnehmen und ernst nehmen
Selbstfürsorge und persönliche Ressourcen stärken
Verantwortlichkeiten erkennen und gesunde Grenzen entwickeln
Schuldgefühle, Ängste, Wut, Hilflosigkeit oder Scham verstehen
mit wiederkehrenden Krisen und Rückfällen umgehen
die Kommunikation mit der erkrankten Person verändern
schwierige Entscheidungen vorbereiten und eigene Handlungsmöglichkeiten entwickeln
Beziehungsmuster und übernommene Rollen reflektieren
Vertrauen in die eigene Wahrnehmung und Entscheidungsfähigkeit zurückgewinnen
das eigene Leben wieder stärker in den Mittelpunkt rücken
Ziel der Beratung ist nicht, Ihnen vorzuschreiben, ob Sie bleiben, gehen, helfen oder sich zurückziehen sollten. Vielmehr möchte ich Sie dabei unterstützen, Ihre eigene Situation besser zu verstehen und Entscheidungen zu entwickeln, die zu Ihnen, Ihren Bedürfnissen und Ihren persönlichen Grenzen passen.
Denn auch Angehörige verdienen Unterstützung – nicht nur als Begleitende eines erkrankten Menschen, sondern um ihrer selbst willen.
Sie möchten den ersten Schritt gehen?
Schreiben Sie mir unverbindlich, worum es geht. Gemeinsam klären wir, welche Form der Beratung zu Ihrer Situation passt.
— Veränderung gelingt dort am besten, wo Beziehungen mitgedacht werden.