Über mich

Warum Angehörigenarbeit für mich mehr als ein beruflicher Schwerpunkt ist

Seit vielen Jahren begleite ich Menschen mit Suchterkrankungen und ihre Angehörigen im Rahmen der medizinischen Rehabilitation. Dabei habe ich immer wieder erlebt, dass eine Suchterkrankung weit über die unmittelbar betroffene Person hinauswirkt. Sie verändert Partnerschaften, beeinflusst Familien und prägt nicht selten über Jahre hinweg das Leben der Menschen, die der betroffenen Person nahestehen.

Dr. Larissa Hornig · Expertin für Angehörigenarbeit bei Suchterkrankungen

Dr. Larissa Hornig, lächelnd im hellen Blazer – Beratung und Begleitung für Angehörige von Menschen mit Suchterkrankung
Dr. Larissa Hornig

Sucht verändert Beziehungen. Veränderung beginnt im Miteinander.

Insbesondere durch meine langjährige Arbeit mit Angehörigen und die Durchführung von Angehörigenseminaren wurde mir deutlich, wie groß der Bedarf an Information, Orientierung und eigener Unterstützung ist. Angehörige kommen häufig mit vielen Fragen, Sorgen und Belastungen in die Beratung. Sie möchten helfen, übernehmen Verantwortung und versuchen, mit einer oftmals schwer vorhersehbaren Situation umzugehen. Dabei geraten die eigenen Bedürfnisse und Belastungsgrenzen nicht selten aus dem Blick.

Gleichzeitig richtet sich das professionelle Hilfesystem bei Suchterkrankungen traditionell vor allem an die unmittelbar betroffenen Menschen. Für sie bestehen unterschiedliche ambulante und stationäre Behandlungs- und Unterstützungsangebote. Angehörige hingegen werden vielerorts zwar punktuell einbezogen, aber noch nicht selbstverständlich als eigenständige Zielgruppe mit eigenen Bedürfnissen und einem eigenen Anspruch auf Unterstützung verstanden.

Genau hier setzt meine Arbeit an.

Ich bin überzeugt, dass Angehörige nicht ausschließlich als Unterstützende im Veränderungsprozess eines anderen Menschen betrachtet werden sollten. Sie verdienen Beratung und Begleitung um ihrer selbst willen – für ihre eigenen Belastungen, ihre Gesundheit, ihre Beziehungen und ihre persönliche Lebenssituation.

Diese Überzeugung hat schließlich auch meinen wissenschaftlichen Weg geprägt. Im Rahmen meiner Promotion habe ich mich intensiv mit der Frage beschäftigt, welche Unterstützung Angehörige von Menschen mit Substanzgebrauchsstörungen benötigen und wie bedarfsgerechte Angebote insbesondere im Kontext der medizinischen Rehabilitation weiterentwickelt werden können.

Heute verbinde ich diese wissenschaftliche Expertise mit meiner langjährigen klinischen Erfahrung und meiner verhaltenstherapeutischen Ausbildung. Mein Ziel ist es, die Lücke zwischen dem bestehenden Unterstützungsbedarf von Angehörigen und den noch immer begrenzten Versorgungsangeboten ein Stück weit zu schließen.

Dabei richte ich meinen Blick bewusst auf das gesamte Beziehungsgefüge: auf Angehörige, Paare und Familien, aber auch auf Menschen, die sich mit ihrem eigenen Konsum- oder Suchtverhalten auseinandersetzen möchten. Denn nachhaltige Veränderung bedeutet für mich, den einzelnen Menschen zu sehen – ohne die Beziehungen und das soziale Umfeld, in denen er lebt, aus dem Blick zu verlieren.

Mein beruflicher Weg

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Qualifikationen & Expertise

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Meine Haltung

Jeder Mensch verdient eine Unterstützung, die seine individuelle Lebenssituation berücksichtigt.

Wissenschaftlich fundiert

Praxisnah

Mit Blick auf den Menschen

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